Zusammenführung mit einem Hund


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Das Klischee, dass sich Hunde und Katzen nicht mögen muss nicht zwangsläufig richtig sein.
Hunde sind sehr soziale Wesen und können nebst ihren Artgenossen andere Tiere wie beispielsweise
auch Katzen als Mitbewohner und sogar als Spiel-und Schlafkameradenannehmen.
Damit Hund und Katz sich bei der Zusammenführung nicht bekriegen sondern Freunde werden,
dafür hat die Tierschutzorganisation TIERFAIR einige Tipps und Tricks zur Hand.

Um eine friedliche Wohngemeinschaft zwischen Büsi und Hund zu gewährleistensind sicher
eine gute Vorbereitung und viel Geduld nötig.Am einfachsten ist die Zusammenführung,
wenn beide Tiere noch Welpen sind und gemeinsamaufwachsen können. Auch gut möglich ist die
Vergemeinschaftung bei einem Hundewelpen, der zu einer erwachsenen Katze hinzustösst.
Die Katze wird den neuen,kleinen Mitbewohner in der Regel besser annehmen, als einen bereits
erwachsenen Hund vor dem sie sich eher fürchtet. Schwieriger ist es einer Katze einen erwachsenen
Hund als WG-Partner zu vermitteln.
Claude Häberling, Präsident von TIERFAIR erklärt: «Als Besitzer ist es daher wichtig, die Vorgeschichte der Tiere abzuklären,
denn wenn die Katze schon schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht hat, wird eine Vergesellschaftung mit einem eher
stürmischen Hund schwierigbis nicht möglich. Somit sind auch die Charaktereder Tiere sehr entscheidend», so Häberling.

Das erste Kennenlernen

Wenn nach reiflicher Überlegung feststeht, dass eine Zusammenführung von Hund und Katze erfolgen soll, können einige
Massnahmen im Vorfeld getroffen werden, die das erste Kennenlernen erleichtern. Vor dem ersten Kontakt kann man die
beiden an den Geruch des jeweils anderen gewöhnen. Beispielsweise kann man die Hundedecke der Katze vorab zum ausgiebigen
Beschnuppern hinlegen bzw. dem Hund das Lieblingskörbchen der Katze hinstellen.
Wenn die Katze neu in die Wohnung oder das Haus kommt, ist es wichtig ihr genügend Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen.

TIERFAIR hält nichts davon, das Büsibeim ersten Aufeinandertreffen in eine Transportbox zu sperren. Die Katzewirddem Hund quasi ausgeliefert,
kann sich nicht wehren oder sich zurückziehen. Sie wird den ersten Kontakt mit dem Hund so mit einem negativen Erlebnis verbinden.
Besser ist es den Stressaus den Situationen zu nehmen und der Katze zum Beispiel einen erhöhten Platz anzubieten.
So hat die Katzeden besseren Überblick und kann sich dem Hund entziehen, wenn es ihr zuviel wird.
Was sich auch gut eignet ist ein spezielles Zimmer nur für die Katze, wo der Hund keinen Zugang hat, zumindest für denBeginn der Vergesellschaftung. 

Ein sehr gutes Mittel istzudem,wenn der Hund abgelenkt wird mit Füttern. Er nimmt die Katze zwar wahr, aber wird seine Aufmerksamkeit auf das Essen richten.
Dies gibt der Katze die Möglichkeit, die Situation in Ruhe zu betrachten, ohne von dem für sie fremden Tier zu arg bedrängtzu werden.
Wichtig ist auch in der Anfangsphase die Tiere nicht sich selbst zu überlassen, sondern dabei zu bleiben.
Sollte der Hund versuchen die Katze zu jagen, muss dies gleich im Ansatz unterbunden werden.
Wennsich die beiden zu Beginn nicht so gut verstehen, die Katze den Hund anfauchtoder der Hund die Katze anbellt sollte der Besitzer
nicht durch beschwichtigen oder trösten die falschen Signale setzen. Diese anfänglichen Drohgebärden kann man gut hinnehmen, solange diese nicht in richtige Auseinandersetzungen ausarten.

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